Wenn im Sommer die Chorproben bei der Germania für wenige Wochen ausgesetzt werden, organisiert der Verein ein ‚Event‘ der besonderen Art, an das man sich gerne zurückerinnert. So wurden beispielsweise in der Vergangenheit die Stadtbäume Lorschs bei einem Spaziergang aufgesucht, das Lorscher Ortszentrum auf grünen Pfaden umrundet und bei einer kleinen Privatgartenschau rheinhessische Weine gekostet.
Doch diesmal wollte die Germania zu anderen Ufern streben. Obwohl, strenggenommen ist es kein anderes Ufer, denn die Weschnitz durchfließt bekanntermaßen auch die Lorscher Gemarkung. Da das Ziel des Sommerspaziergangs sich in Einhausen befand, mag es dann doch etwas Anderes sein. Tatsächlich ist es in der Nachbarstadt gelungen etwas Besonderes zu schaffen, eine naturverbundene Ufergestaltung und dies quasi in der Ortsmitte. Erst im Mai war die Anlage fertiggeworden. So zeigten sich die Germanias neugierig auf das neue Flussgestade und waren nach Ankunft begeistert. Um so mehr als dass es sich bei der sommerlichen Hitze anbot, der Schuhe und Strümpfe zu entledigen und Fische verscheuchend den Wasserstrom zu durchlaufen.
Nach ausreichender Kühlung erinnerten sich die Sänger an ihre sonst übliche diensttägliche Praxis, dem Singen. Alois Leidner gab den Ton vor und dirigierte die wohlbekannten Ständchenlieder. Gesang ertönte am Pavillon der Einhäuser-Anlage – zur eigenen Freude, aber auch die der Kinder, Partnerinnen und Vereinsmitglieder, die Teil des Germania-Trosses waren. Sogar Fahrradfahrer bremsten überraschend ab und lauschten dem Gesang: „Hört man selten heutzutage – ein Männerchor, sehr schön!“. Der Rückweg endete dann in Lorsch bei den Klosterspatzen, wo sich jeder zur Essensabholung am Fenster des Vereinsgebäude aufrufen lies.
Resümee: eine weitere gelungene und angenehme Veranstaltung, die bestens in Erinnerung bleiben wird, reiht sich ein in die Folge der Germania-Sommerevents. Herzlichen Dank an Klemens-Diehl-Blust für die Idee und Organisation.